Qigong und Psychotherapie

Als Psychotherapeutin im Bereich der Psychosomatik interessiere ich mich besonders für die Vorbeugung, Linderung und Heilung von Krankheiten. Aus meiner langjährigen klinischen Erfahrung weiß ich, wie eng psychische und körperliche Prozesse miteinander verbunden sind. Erlebnisse, die im Verlauf der Entwicklung von emotionaler Bedeutung waren, sind im Körper "verankert".
Die Biographie eines Menschen hinterlässt einen "Eindruck" und prägt den individuellen "Ausdruck", Körperhaltungen stehen mit der "Haltung zur Welt" in Zusammenhang.

Qigong als ein körpertherapeutisches Verfahren kann dazu beitragen, die im körperlichen Ausdruck festgehaltenen Erfahrungen, Ängste, schmerzhaften Erfahrungen zu lösen, die Haltung zu sich und der Welt bewusst werden zu lassen und durch den Übungsprozess zu verändern.

Menschen mit frühen oder vermehrten biographischen Belastungen haben eine erhöhte Stressanfälligkeit und ein erhöhtes Risiko zu erkranken. Und auch gesunde Menschen sind vielfältigen Stressoren ausgesetzt. Häufige Stressreaktionen des Körpers wirken sich negativ auf alle Bereiche des Organismus aus.

Qigong hilft durch die lebendig-prozesshafte Verbindung zwischen Innen und Außen, Ruhe und Bewegung, Aktivität und Entspannung bei der Stressregulierung.
Im Dialog mit der eigenen Lebenskraft, im achtsamen Umgang mit sich selbst und der eigenen Lebensenergie können neue Körpererfahrungen gemacht und positives Selbsterleben wie Gleichgewicht, natürliches Selbstbewusstsein und Mitgefühl gefördert werden. Die psychischen Wirkfaktoren können mit zunehmender Übung immer effektiver erlebt werden, so dass sich Übende kraftvoller, gesünder, aufrechter und lebendiger fühlen.
"Wenn sich der Mensch in seiner ursprünglichen Natur verwurzelt, entsteht mehr Gelassenheit und Friede." (Laotse)

"Auf die Dauer ist das langsame Schreiten schneller als das hastige Gehen." (Jiao, 1989)